Wie können wir unsere Gesundheit vor Lichtverschmutzung schützen?

Jede Beleuchtung, die nicht betrieben wird, schützt unser Wohlbefinden. Dennoch brauchen wir Licht zum Leben, sodass ein gewisses Gleichgewicht bestehen sollte. Diese Tipps helfen dabei, einen gesunden Umgang mit nächtlichen Lichtquellen zu ermöglichen:

1. Im Schlafzimmer sollte keine störende Lichtquelle vorhanden sein. Weder im Raum, noch von außen. Falls die Straßenlaterne in der Nähe des Hauses steht, helfen beispielsweise hochwertige Raffrollos für Schlafzimmer dabei, äußere Lichteinflüsse abzuschirmen. 

2. Standby-Beleuchtung ist zwar unscheinbar, kann aber dennoch die Melatoninbildung hemmen. Somit heißt es auch hier: ausschalten!

3. Wenn wir immer zur selben Zeit ins Bett gehen, bleibt der Körper in seinem natürlichen Schlafrythmus. Raffrollos für Schlafzimmer dunkeln den Raum zu jeder Jahreszeit ab. 

4. Zudem kann das Tragen einer Schlafmaske wahre Wunder für die wichtige Nachtruhe bewirken. Augen zu, Schlafmaske auf und ab ins Traumland! 

5. Wir sollte auch an die Zeit vor dem Schlafen denken, indem wir mindestens 2 Stunden vor dem Zubettgehen helles, vor allem bläuliches Licht meiden. Je bläulicher das Kunstlicht ausfällt, umso intensiver die Negativwirkung. Bereits kleine Mengen Blaulicht reichen aus, um die Melatoninproduktion aus der Balance zu bringen. Es vergeht relativ viel Zeit, bis sich Melatonin nach einem Lichteinfluss bilden kann. Unser Organismus benötigt häufig mehrere Stunden, um nach einer Lichtexposition die erforderliche Menge Melatonin auszuschütten. Wir schlafen dann nicht nur schlecht ein, sondern wachen meist vermehrt auf. 

Was kann jeder tun, um die Natur vor Lichtsmog zu schützen?

 

Je weniger Licht leuchtet, desto besser für unser Ökosystem. Besonders die Außenbeleuchtung hat immense Folgen auf die Natur. Wir können auf unserem Grundstück prüfen, welche Lampen tatsächlich notwendig sind und welche eben nicht. Warmweißes Licht hilft dabei, die Insekten zu schützen. Diese fühlen sich von warmen Strahlen weniger angezogen als von kaltweißen Lichtobjekten. Bewegungsmelder und Zeitschaltuhren stellen gute Alternativen dar, um das Licht nur dann zu aktivieren, wenn es gebraucht wird. 

Was können wir noch tun, um Lichtverschmutzung entgegenzuwirken?


1. Im Handel können wir gezielt Produkte suchen und kaufen, die sich ausschalten lassen. Spätestens beim Zubettgehen sollte die Außenbeleuchtung nicht mehr leuchten. Die Nachfrage bestimmt das Angebot, sodass Unternehmen entsprechend reagieren, wenn verstärkter Bedarf an naturverträglichen Beleuchtungen besteht. 

2. Wir können Lichtquellen verwenden, die nach unten abstrahlen und niedrig angebracht sind. Das schützt die Umgebung vor übermäßiger Strahlung. 

3. Dekolicht strahlt oft ein ansprechendes Ambiente aus, aber auch diese Lichtquellen sind Teil der Lichtverschmutzung. Das Beste ist natürlich der Verzicht auf Dekoleuchten. Wenn wir leuchtende Dekoartikel anbringen, dann sollten sich diese zumindest ausschalten lassen. 

4. Jeder von uns kann einen Schritt nach vorne gehen, indem wir Gemeinden oder Unternehmen mit starker Beleuchtung bitten, auf unnötige Lichtquellen zu verzichten. Ein wertschätzendes und offenes Gespräch hat schon Vieles ins Rollen gebracht. Meist sind sich Firmen nicht im Klaren, welche Folgen durch Lichtverschmutzung entstehen können. Auch wenn nicht alle Lichtobjekte vermieden werden können, so ist es doch möglich, insektenfreundliche Beleuchtung zu verwenden. 

5. Die Weihnachtszeit lässt zahlreiche Grundstücke und Häuser zu lichtvollen Meisterwerken aufleuchten. Das sieht wundervoll und besinnlich aus, trägt aber gehörig zum Lichtsmog bei. Die umweltschonendste Weihnachtsbeleuchtung ist leider definitiv die, die nicht hergestellt wird. Weihnachtslicht muss aber kein Tabu sein - vielleicht kann jeder die Dosis etwas reduzieren. Jeder kleinste Schritt in die richtige Richtung ist wertvoll. 

Weniger Licht - mehr Leben!

 

Wenn die Nacht immer mehr zum Tag wird, wachsen vielfältige Probleme für die Natur, Tiere und uns Menschen. Die Beleuchtung in Städten ist größtenteils zur Sicherheit der Menschen angebracht. Dennoch können wir kritisch hinterfragen, ob das Licht dauerhaft und in dieser Intensität strahlen muss. Nachts werben leuchtende Reklameschilder, obwohl niemand davon Kenntnis nimmt. Auch Unternehmensgebäude werden häufig rund um die Uhr angestrahlt. Wenn wir die Lichtverschmutzung Schritt für Schritt eindämmen, atmet das gesamte Ökosystem auf. Wie schön es doch wäre, wenn wir mit lieben Menschen zum Himmel schauen könnten und eine Antwort auf die Frage hätten: "Weißt du, wie viel Sternlein stehen?"