Lichtverschmutzung

Wenn die Nacht verschwindet Anfang des 19. Jahrhunderts erhellte das elektrische Licht die Dunkelheit, sodass Menschen rund um die Uhr lichte Momente auf Knopfdruck kontrollieren konnten. Die unheilvolle Finsternis war gebannt. Der urbane Lichtdom wächst stetig, denn Straßenbeleuchtung, Leuchtreklame, Sky-Beamer und angestrahlte Gebäude gehören zum Alltag. Städte scheinen niemals zu schlafen. 

 

Dabei geht ein Naturschauspiel verloren, das vor wenigen Jahrzehnten zur Normalität gehörte. Unser Sternenhimmel verblasst immer mehr. Die Schönheit der Natur entzieht sich mehr und mehr unserem Auge. Wir können weiße Schrift auf hellem Papier schlecht lesen - das Prinzip gilt ebenso für den lichtdurchfluteten Himmel. Dabei ist eine dunkle Nacht für unser Ökosystem überlebenswichtig. In diesem Beitrag gehen wir der Sache auf den Grund: Welche Folgen entstehen durch Lichtverschmutzung für Mensch, Tier und Natur? Was können wir tun, um den Zauber des Universums zurückzuerobern? Zuerst nehmen wir genauer unter die Lupe, was sich hinter Lichtverschmutzung verbirgt. 

Lichtverschmutzung - was ist das? 

 

Wenn wir nachts zum Himmel schauen, sehen wir nur noch an wenigen Orten weltweit eine sternendurchflutete Nacht. Lichtsmog stört das gesamte Ökosystem und kann die Ursache von Krankheiten sein. Fast 50 Prozent der Deutschen konnten noch nie die Milchstraße am Himmel bestaunen. Das Sternenbild wirkt verblasst, da unser künstliches Licht einfach zu mächtig ist. Unsere Städte leuchten inzwischen 4.000 Mal stärker als das naturgegebene Nachtlicht. Die Nacht wird zum Tag - mit gravierenden Folgen für das natürliche Gleichgewicht. 

 

Lichtverschmutzung bedeutet, dass künstliches Licht die Dunkelheit verunreinigt. Vor allem die Großstädte wie Hamburg, Berlin, Köln, München oder Frankfurt sind mit vielen verschiedenen Lichtquellen besiedelt: Autos, Reklametafeln, bestrahlte Gebäude, Bahnhöfe, Straßenlaternen, Flutlicht in Stadien, Fabrikschornsteine und Flughäfen. Licht ist grundsätzlich etwas Gutes, denn ohne Lampen finden wir uns in der Finsternis nicht zurecht. Doch die Beleuchtung nimmt immer weiter zu. Mit dem Städtewachstum steigt auch der Lichtverschmutzung. Künstliche Lichtquellen kann man sogar vom Weltraum aus sehen. Diese große Menge an Licht braucht natürlich auch viel Energie, sodass dies zu Lasten der Umwelt geht. Darum ist Lichtsmog eine Form von Umweltverschmutzung.